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Angelika Flaig – Ausstellungen

S.T.Y.X. – Anlandung III, 2018
Rauminstallation in der Mönchskirche – Hansestadt Salzwedel
Ausstellung vom 4. Mai bis 1. Juli 2018


Angelika Flaig, Einladung zur Rauminstallation S.T.Y.X. – Anlandung III, 2018, in der Mönchskirche der Hansestadt Salzwedel
Angelika Flaig, Einladung zur Rauminstallation S.T.Y.X. – Anlandung III, 2018,
in der Mönchskirche der Hansestadt Salzwedel – Zur Einladung bitte klicken


Rauminstallation und konzertante Uraufführung


Eröffnung
Donnerstag, 3. Mai 2018, um 19 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung und zur Uraufführung sind Sie, Ihre Familie und Ihre Freunde herzlich in die Mönchskirche der Hansestadt Salzwedel eingeladen.

Begrüßung
Joachim Mikolajczyk, Stadt Salzwedel

Einführung
Angelika Flaig, Künstlerin, Bösdorf

Konzept und Rauminstallation S.T.Y.X.
Angelika Flaig

Akustik-Akzente, Elektronik
Peter Schwieger

Konzert S.T.Y.X. – Uraufführung
Matthias Schneider-Hollek, Komposition, Flöte, Elektronik, Regie
Frank Braun, Trompete
Taxiarchoula Kanati, Mezzosopran

Ort
Mönchskirche, An der Mönchskirche 7, 29410 Hansestadt Salzwedel

Dauer
4. Mai bis 1. Juli 2018

Geöffnet
Dienstag bis Sonntag von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Informationen
Kulturamt Hansestadt Salzwedel, Tel. 0 39 01 2 50 11 22
www.kultour-saw.de
Angelika Flaig, Tel. 01 76 24 44 16 17
www.angelika-flaig.de


Zur Rauminstallation S.T.Y.X. – Anlandung III

Angelika Flaig, eine Absolventin der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, verwandelt die Mönchskirche Salzwedel in ein begehbares Bodenbild. „Zeitfelder“ lautet der Titel.

Grabplatten aus dem 16. Jahrhundert treffen auf ein in Salzwedel produziertes Recyclingmaterial der KRAIBURG Relastec GmbH & Co. KG. Kunst und Wirtschaft zitieren hier die hanseatische Tradition, gemeinsam in der Stadtgesellschaft sichtbar zu sein. Der Kreislauf der Dinge mit Erinnerung ist der thematische Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit von Angelika Flaig. In S.T.Y.X – Anlandung III, 2018 gehen Boot und Ackergerät eine poetische Symbiose in der licht­durchfluteten Apsis der Mönchskirche ein.

Peter Schwiegers Klang-Akzente während der Ausstellungsdauer intensivieren das Geh- und Seherlebnis akustisch.

Zur konzertanten Uraufführung S.T.Y.X.

Matthias Schneider-Hollek und Angelika Flaig verbindet seit 1990 eine lange künstlerische Freundschaft. Trotz internationaler Präsenz findet er Zeit für Komposition und Uraufführung von S.T.Y.X.

Zusammen mit Frank Braun, Trompete, aus Leipzig und Berlin sowie der griechischen Mezzosopranistin Taxiarchoula Kanati aus Stuttgart, werden altgriechische Textfragmente von Solon und Sappho auf ungewöhnliche Weise hörbar.


Angelika Flaig, Plakat zur Rauminstallation S.T.Y.X. – Anlandung III, 2018, in der Mönchskirche der Hansestadt Salzwedel
Angelika Flaig, Plakat zur Rauminstallation S.T.Y.X. – Anlandung III, 2018,
in der Mönchskirche der Hansestadt Salzwedel


Stein und Zeit
Angelika Flaig & Hans Madlinger in der scanplus galerie in ulm
Ausstellung vom 27. April bis 4. Juli 2018


Angelika Flaig und Hans Madlinger, Einladung zur Ausstellung Stein und Zeit, in der scanplus galerie in ulm
Angelika Flaig und Hans Madlinger, Einladung zur Ausstellung Stein und Zeit, in der scanplus galerie in ulm

Vernissage
Donnerstag, 26. April 2018, um 19 Uhr

Einführende Worte
Nila Weisser, M.A., Kuratorin, Freiburg

Musik zur Kunst
Ulrike Stortz an der Violine
mit Werken von Adriana Hölszky

Ort
scanplus galerie, Lise-Meitner-Str. 5, 89081 Ulm

Dauer
27. April bis 4. Juli 2018

Geöffnet
Montag bis Freitag, 9 – 12 und 13 – 16 Uhr

Chronos & Kairos im Garten der Zeit
PODIUM KUNST im Schloss Schramberg
Ausstellung von 3.2.2018 bis 8.4.2018


Angelika Flaig, Steingestirn 1, Unikat 2015 – 2016, Lithographie und Materialdruck, unter Verwendung einer Wandritzung von Philipp Matthäus Hahn  
Angelika Flaig, Nil-Sein, Installation 2017, Stahl, bemalte Leinwand, Projektion
Angelika Flaig, Steingestirn 1, Unikat 2015 – 2016, Lithographie und Materialdruck, unter Verwendung einer Wandritzung von Philipp Matthäus Hahn
  Angelika Flaig, Nil-Sein, Installation 2017, Stahl, bemalte Leinwand, Projektion

Lithographien und Installationen


Eröffnung
Freitag, 2. Februar 2018, um 19.30 Uhr

Begrüßung
Lars Bornschein, PODIUM KUNST

Einführung
Dr. Irmgard Sedler, Direktorin des Museums Kleihues-Bau, Kornwestheim

Musikalischer Rahmen
Dizzy Krisch (Vibraphon) und Dieter Schumacher (Percussion)

Sonderveranstaltung
Sonntag, 11.3.2018 11.00 Uhr im Schloss, Künstlergespräch mit Führung und gemeinsamem Bezeichnen des „Schramberger Steins“. Mit Angelika Flaig und Michael Wackwitz, Steindrucker.

Ort
PODIUM KUNST, Schloss Schramberg, Bahnhofstraße 1, 78713 Schramberg

Dauer
3. Februar 2018 bis 8. April 2018

Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 bis 17 Uhr, Montags geschlossen

Informationen
Telefon: 07422 29268
info@podiumkunst.com
www.podiumkunst.com
facebook.com/podiumkunst.de


Zu den Arbeiten von Angelika Flaig

Der Plan des Schlossparks aus dem 18. Jahrhundert aus dem Familien- und Gutsarchiv der Grafen von Bissingen und Nippenburg, ein Garten seiner Zeit, ist Ausgangspunkt und Bestandteil eines eigens für Schramberg erstellten Zyklus.

„Chronos und Kairos im Garten der Zeit“ lautet auch deshalb der Titel der Ausstellung der in Schramberg geborenen Künstlerin Angelika Flaig.

Musikalisch geprägt vom Klavierspiel klassischer Stücke ihrer Mutter Luzia und dem eruptiven, emotionalen Jazz ihres Zeichenlehrers Franz Krisch findet sie zur Neuen Musik und Performance über die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Matthias Schneider-Hollek. Dieser macht die Oberfläche des Planes des Schlossparks mit digitalen Mitteln für den Besucher hörbar, per QR-Code und smartphone.

Technische Details im Dialog mit figuralen Fragmenten und historischen Zitaten von Plänen und Urkunden aus Archiven durchziehen die Bilderwelten und raumgreifenden Installationen von Angelika Flaig. Mit 14 Jahren arbeitete Angelika Flaig in der Uhrenfabrik Junghans in Dunningen, geleitet von ihrem Vater. Messbarkeit von Zeit und deren Dauer einerseits und die Erfahrung des berührenden, erfüllten Augenblicks andererseits werden als wiederkehrendes Thema im Werk von Angelika Flaig sichtbar, besonders im Garten der Zeit mit Chronos und Kairos hier im Schloss in Schramberg.


Schwarzwälder Bote – Schramberg: Denkwürdiger Auftakt zum Jubiläumsjahr – Kultur | Angelika Flaig stellt »Chronos und Kairos im Garten der Zeit« im Schloss aus
Schwarzwälder Bote, Ausgabe Schramberg, Freitag, 2. Februar 2018:
Denkwürdiger Auftakt zum Jubiläumsjahr | Kultur | Angelika Flaig stellt »Chronos und Kairos im Garten der Zeit« im Schloss aus
Mit freundlicher Genehmigung der Schwarzwälder Bote Redaktionsgesellschaft mbH, Lokalredaktion Schramberg – Zum Vergrößern klicken


Der Sonnengesang des Echnaton
Ausstellungsbeteiligung
BRAND-SANIERUNG – Projekt für Kunst und Kultur – Weißenfels


Angelika Flaig, Tor, Unikat, Radierung, 2017, 108 x 76 cm  
Der Sonnengesang des Echnaton, Plakat
Angelika Flaig, Tor, Unikat, Radierung, 2017
  Der Sonnengesang des Echnaton, Plakat

Ein interdisziplinäres Projekt des Kunst- und Kulturprojektes
BRAND-SANIERUNG – Weißenfels.

Eine Reise zu den geistigen Quellen der Menschheitsgeschichte und der abendländischen Kultur.

Angelika Flaig – Druckgrafik

Der Sonnengesang des Echnaton inspirierte mich zu einem mehrteiligen Unikat-Grafik-Zyklus über Nil, Architektur und Palimpsest.

So wie Papyrusbahnen immer wieder abgeschliffen und neu beschriftet wurden, überschreibt der Nil die ägyptische Landschaft immer wieder neu. Seine ökologische und spirituelle Bedeutung wird im Sonnengesang an der Stelle deutlich, als das Wort Nil für Regen steht: der Nil, der von oben kommt. Paläste und Tempel sind bis heute steinerne Zeugen der Nacht der Religionen der Pharaonen.

Eröffnung
Samstag, 18. November 2017, um 15 Uhr

Einführung
Christina Simon, BRAND-SANIERUNG

Vortrag
Prof. Dr. Regina Radlbeck-Ossmann, MLU Halle-Wittenberg

Musikalischer Rahmen
Nora Thiele, Percussion, Berlin

Veranstaltungen
21. Dezember 2017, Wintersonnenwende
um 15 Uhr, Parcours zur Wintersonnenwendefeier nach Goseck
um 19 Uhr, Die Stadt des Echnaton – Die soziale Struktur einer altägyptischen Stadt
Vortrag mit Dr. Christian Tietze, Weimar

2. Februar 2018, Lichtmess
um 19 Uhr, … und hast jedes Land mit deiner Schönheit erfüllt.
Altägyptische Dichtung, Hymnen und Gebete Lesung mit Musik
An Kuohn, Rezitation, Annette Gaddatsch, Flöte

16. Februar, um 19 Uhr,
Präsentation des Katalogs zur Ausstellung
Echnaton, Moses und die Rezeption in der Neuzeit
Vortrag mit dem Ägyptologen Dr. Wolfgang Wettengel, Kempten

20. März 2018, Frühlingsanfang
um 19.30 Uhr, Der altägyptische Sonnenkult – Zu astronomischen Kenntnissen und Methoden der Ägypter und deren Übertragung auf das alltägliche und kultische Leben.
Vortrag mit Frank Oßwald und Schülern des Goethegymnasiums, Weißenfels

Ort
BRAND-SANIERUNG, Novalisstraße 13, 06667 Weißenfels

Dauer
18 November 2017 bis 20. März 2018

Öffnungszeiten
Sa und So 15 – 18 Uhr und zu den Veranstaltungen, nicht an Feiertagen.
Ab 2. Februar 2018 nur nach telefonischer Vereinbarung unter 03443 207053

Informationen
Telefon 07422 29268
www.brand-sanierung.de

Beteiligte Künstler
Petra Töppe-Zenker – Keramik; Helena Rytkönen – Malerei, Schrift; Khaled Arfeh – Skulptur; Gabi Weiss – Glasmalerei, Malerei und Zeichnungen; Angelika Flaig und Peter Schwieger – Druckgrafik und Installation; Christina Simon – Farblinolschnitte, Christian Tietze – Architektur, Archäologie und Ägyptologie

Vom Missbrauch des Glücks
Ausstellungsbeteiligung
Museum Wilhelm Morgner – Kunstverein Kreis Soest und Stadt Soest


Angelika Flaig, So klingt das Glück – Metamorphosen einer Erwartung, Triptychon, Unikat Lithographien
Angelika Flaig, So klingt das Glück – Metamorphosen einer Erwartung
Triptychon, Unikat Lithographien, 4 bis 6 Druckvorgänge, 2017, 3 Teile à 75 x 106 cm


Heutige Künstlerinnen und Künstler im Dialog mit Heinrich Aldegrever -
ein Beitrag zur Reformation


Mit seiner Frauengestalt mit Lyra, zentral den Bildraum beherrschend, bedient sich Aldegrever der Bildsprache seiner Zeit, der Renaissance, um seine Botschaft zum Betrachter zu transportieren, hier das Glück.

Das Foto dieser Grafik wurde in einem Umdruckverfahren vom Lithostein aus druckbar. Ebenfalls vom Stein druckbar sind die digital erzeugten Strukturbilder der mittels eines Kompositionsprogramms eingelesenen Grafik von Aldegrever.

Ort
Museum Wilhelm Morgner, Thomästraße 1, 59494 Soest

Dauer
3. Dezember 2017 bis 21. Januar 2018

Widerschein der Steine
Kulturverein Borgholzhausens


Widerschein der Steine, Lithoraphie, 2016
Abb. Widerschein der Steine, Lithoraphie, 2016

Ausstellung Lithographien

Eröffnung

Sonntag, 3. September 2017, um 11.15 Uhr
Begrüßung
Astrid Schütze, Kulturverein Borgholzhausen
Einführung
Zur Einführung spricht die Künstlerin.

Dauer
3. September 2017 bis 12. Oktober 2017

Veranstalter & Ort
Kulturverein Borgholzhausen e. V.
Rathausgalerie, Schulstraße 5, 33829 Borgholzhausen

Informationen
www.kulturverein-borgholzhausen.de

Gezeiten – Mythos Wasser
Ausstellung im Hospitalhof Stuttgart
mit Verleihung des Kunstpreises Sabine Hoffmann an Angelika Flaig


Ausschnitt aus anlandung I, 2017, Collage: Lithographie und Fotografie, Skizze zur Installation STYX
Ausschnitt aus anlandung I, 2017, Collage: Lithographie und Fotografie, Skizze zur Installation STYX

Installationen und grafische Zyklen
zur Verleihung des Kunstpreises Sabine Hoffmann

Die Künstlerin Angelika Flaig erhält den Kunstpreis der Kunststiftung Sabine Hoffmann und wird damit für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, das sich in eindrucksvoller Weise mit der condition humaine auseinandersetzt.

Filigrane, großformatige Unikat-Lithographien, fast immer schwarzweiß und nur manchmal zurückhaltend farbig, stehen nur scheinbar in starkem Kontrast zu den skulpturalen Arbeiten aus Eisen. Gemeinsam ist ihnen das Thema Wasser. Angelika Flaig ist mit ihren raumgreifenden Werkzyklen den Aggregatzuständen dieses Elements auf der Spur. Mit den seriellen Möglichkeiten des Steindrucks, erweitert durch Holzschnitt, Materialdruck und Monotypie schöpft Angelika Flaig aus einem nie versiegenden Quell von Themen und Motiven wie Architektur, Natur und Mythologie ihre Wasserwesen und Wasserwerke.


Texte

MONDQUELLE

ENTSPRINGE, NASSER
MOND, IM GEMÄUER:
EINE QUELLE WASSER,
EINE QUELLE FEUER.
IM MOOS, IM SANDE,
UND FELSGEBOREN,
GEHT IHR IM LANDE,
MONDTROPFEN, VERLOREN.
DIE TAGE FLIESSEN,
IN TRÄNENFERNE,
UND NÄCHTE VERGIESSEN
DIE TRÄNENSTERNE.
DASS WANGENBLASSER
DEIN ANTLITZ MIR BLIEBE:
EIN SPRUCH WASSER,
EIN SPRUCH LIEBE.

Immanuel Weißglas


Angelika Flaigs künstlerische Affinität zur Dichtung lässt sich nicht von einer nostalgischen Ehrfurcht im Hinblick auf das ursprüngliche Wesen der Lithographie als Begleiterin des Wortes ableiten; auch nicht von den bildungsgebundenen Fragestellungen an die Wirklichkeit, die vielen ihrer Werke eigen sind, und diese des Öfteren gefirnisst und geadelt von tiefgehendem kulturellem Wissen erscheinen lassen.

Die Begegnung der Malerin Angelika Flaig mit dem dichterischen Wort als „dem Eigenständigen, niemand Verpflichteten“ (Weißglas), offenbart sich ihr als ein existentielles Erlebnis, welches das Sinnliche ins Geistige hinüberzutragen vermag. Solches zu schaffen, gilt der Künstlerin auch als Sinn und Ziel der eigenen Kunst.

Die Beschwörungsformeln des Weißglas-Gedichtes, das leitmotivische Evozieren symbolträchtiger Grundelemente der Existenz – hier Mond und Wasser, Sand und Feuer – scheint als ein magisches Ritual dieser Verwandlung ins Geistig-Mystische auf. Dieses empfindet die Lithographin als „unlösbar verknotet“ (Flaig) mit dem eigenen Ritual der Kunstschöpfung, mit dem sinnlichen ‚Handanlegen‘ an den Stein, dem magischen Moment, in dem tätige Existenzvergewisserung über die Kunst zu Dauerhaftem gerinnt.

Irmgard Sedler

Dauer
24. Mai bis 26. Juli 2017

Veranstalter
KUNSTSTIFTUNG SABINE HOFFMANN IN DER STIFTUNG HOSPITALHOF STUTTGART

Ort
Hospitalhof Stuttgart
Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart

Informationen
info@hospitalhof.de
www.hospitalhof.de


RE-VISION 817
Ausstellungsbeteiligung
Franziskanermuseum – Kunstverein Villingen-Schwenningen


Angelika Flaig Bilder der Ausstellung Revision_817  
Angelika Flaig / Matthias Schneider-Hollek: Palimpsest 817 – Mittelalter goes digital, Einladung Kunstverein Villingen-Schwenningen
Abbildungen: Angelika Flaig / Matthias Schneider-Hollek: Palimpsest 817 – Mittelalter goes digital, 2016

Kunstprojekt zum Stadtjubiläum 817 – 2017


Aus der Zeit der urkundlichen Ersterwähnung von Schwenningen, Tannheim und Villingen, der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts, sind wenige Fakten und Daten überliefert. Die Gruppenausstellung RE-VISION 817 des Kunstvereins Villingen-Schwenningen, die anlässlich des 1200-jährigen Jubiläums in Zusammenarbeit mit dem Franziskanermuseum stattfindet, knüpft an diese historische Leerstelle an. Die ausgewählten Werke, die eigens für die Ausstellung konzipiert sind, nehmen Bezug auf damals, heute und Zukünftiges.

Nicht geschichtliches Wissen ist dabei entscheidend, sondern die persönliche Vorstellung.

Neben raumgreifenden Installationen, die einen veränderten Blickwinkel auf die Urkunde erlauben, wird ein Bogen zwischen Mittelalter und digitalem Zeitalter gespannt. Die künstlerischen Ausdrucksformen reichen vom Holzschnitt über Streetart bis hin zur Verbindung von Lithographie und elektronischer Partitur. Darüber hinaus nähern sich die Werke den Lebensumständen der Menschen, ihren Wirkstätten und somit der Erschließung von Geschichte an.

Eröffnung
Sonntag, 26. März 2017, 12 Uhr
Es sprechen
Dr. Helmut Kury, 1. Vorsitzender; Dr. Rupert Kubon, Oberbürgermeister; Nila Weisser, Kuratorin
Musikalischer Rahmen
Ensemble Torus Consort

Finissage
Sonntag, 21. Mai, 12 Uhr, Musikalische Bewegungsperformance und Verleihung des Publikumspreises

Ort
Franziskanermuseum, Stadtbezirk Villingen, Rietgasse 2

Dauer
26. März bis 21. Mai 2017

Beteiligte Künstler
Frank Altmann, Regina Baierl, Josef Bücheler, Eva Büchi, Panka Chirer-Geyer | Panka, Angela M. Flaig, Angelika Flaig, Gotthard Glitsch, Hans-Uwe Hähn, Ulrike Kessl, Hans-Jürgen Kossack, Oliver Kraft, Horst Willi Kurschat, Paul Revellio, Matthias Schneider-Hollek, Tobias Maximilian Schnell, Amber Anthe Scholten, Marja Scholten-Reniers, Günther Sommer, Behrouz Varghaiyan, Jessica Wald, Birgit Wenninghoff, Andreas Wiertz, Lore Will, Walter Zepf.
Mythos Wasser
BRAND-SANIERUNG – Projekt für Kunst und Kultur – Weißenfels


Mythos Wasser, Lithoraphie, 2016
Abb. Mythos Wasser, Lithoraphie, 2016

Hommage an Immanuel Weißglas
Installationen und Lithographiezyklen

Vernissage

Samstag 1. April 2017, 15.00 Uhr
Begrüßung
Christina Simon, BRAND-SANIERUNG
Einführung
Dr. Irmgard Sedler, Museen der Stadt Kornwestheim
Musik
Ulrike Stortz spielt Stücke für Violine von Adriana Hölszky

Midissage
Sonntag 30. April 2017, 15.00 Uhr
„Suggestionen oder wie man im Schlaf die Zeiten tötet …“ – Hommage an Günter Ullmann
Lesung mit Musik: Angelika Flaig und Scott Roller, Violoncello

Dauer
1. April – 28. Mai 2017

Veranstalter & Ort
BRAND-SANIERUNG e.V.
Projekt für Kunst und Kultur
Novalisstraße 13, 06667 Weißenfels

Informationen
www.brand-sanierung.de

Kunst und Wasser – Ausstellung mit vielschichtigen Werken von Angelika Flaig eröffnet
„Mythos Wasser” heißt die Ausstellung, die … im Weißenfelser Kunstverein Brandsanierung in der Novalisstraße eröffnet wird. … Es sind Lithografien, die sie aus ihrem Wasser-Zyklus zeigt. Bei einer kleinen Führung durch die Räume gewährte sie Einblicke in ihr Schaffen und sprach von ihrem Arbeitsstil, den andere Künstler wie ein Geheimnis hüten, … den Angelika Flaig aber gern offenbart. Da sind ihre Drucke, die sie immer wieder mit anderen Elementen kombiniert. So gibt es Zeichnungen, verschiedene Materialien bis hin zu Seidenpapier und Verpackungen, die die Wirkung von Flaigs Werken steigern. … Es sind faszinierende Arbeiten, die ihre Wirkung auch aus der Beschäftigung mit der Mythologie schöpfen.
Auszug aus der Mitteldeutschen Zeitung vom 24.03.2017
Sichten – Schichten – Archivieren
Eine Ausstellung von Angelika Flaig und Claudia Thorban
im Staatsarchiv Ludwigsburg


Blick in die Ludwigsburger Ausstellung 12
  Blick in die Ludwigsburger Ausstellung 2
     
Blick in die Ludwigsburger Ausstellung 3   Blick in die Ludwigsburger Ausstellung 4
Blicke in die Ludwigsburger Ausstellung

Zwei Künstlerinnen und ein Archiv

Ungeahnte Inspirationsquellen eröffneten Claudia Thorban und Angelika Flaig ein etwa ein Meter hoher Dokumentenstapel im Staatsarchiv Ludwigsburg. Der sollte durch die zuständigen Archivare zunächst gesichtet, dann neu geschichtet und letztendlich archiviert werden. Zuvoe befassten sich die beiden Künstlerinnen mit dem Material: verschiedene Zeichnungen und Entwürfe von Architekturstudenten der ehemaligen „Königlich Württembergischen Baugewerkschule zu Stuttgart”. Gemeinsam wurden die Vorlagenblätter aus dem 19. Jahrhundert ausgewählt und anschließend mit den jeweils eigenen Ausdrucksweisen kombiniert – unabhängig voneinander und mit vollkommen unterschiedlichem Ansatz.

Während Claudia Thorban sich intensiv mit Pflanzenstrukturen und Wachstumsbewegungen beschäftigt, sind es bei Angelika Flaig modular strukturierte Wasserwelten. Diese wiederrum dialogisieren mit Thorbans inneren Monologen in floralen Umräumen. Eine gegenseitige Durchdringung der Stile durch die jeweils ausgewählte Impuls gebende Archivalie ist also die Folge, aqua-florale Architekturbezüge sind das Ergebnis. Welten, die kaum gegensätzlicher sein könnten und sich doch auf so spannende Weise annähern und ergänzen.

In der Ausstellung Sichten – Schichten – Archivieren sind die Besucher eingeladen, den auf die Besonderheiten des Raumes hin komponierten Blickachsen zu folgen – gemeinsam mit den Künstlerinnen auf der Suche nach den Dingen hinter den Dingen.


Werkstattgespräch
Dienstag, 16. November 2010, 19.00 Uhr „Nimm mich auf in deinen Schatten”
Der Komponist Mathias Schneider-Hollek im Gespräch mit Hans-Peter Jahn, leitender Redakteur für Neue Musik im SWR 2, über sein Konzertprojekt vor dem Hintergrund historischer musikalischer Quellen aus dem 19. Jahrhundert aus dem Archiv von Schloss Neuenstein. Weitere Teilnehmer des Gesprächsrunde sind Dr. Peter Müller, Leiter des Staatsarchivs Ludwigsburg, Angelika Flaig und Claudia Thorban, Bildende Künstlerinnen und Initiatorinnen des Kunstprojektes.

Dauer
27. September bis 23. Dezember 2010

Ort
Landesarchiv Baden-Württemberg
- Staatsarchiv Ludwigsburg -
Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg

Informationen
Telefon 07141.186310, Telefax 07141.186311
staludwigsburg@la-bw.de
www.landesarchiv-bw.de/stal


Künstler-Information
Claudia Thorban:
claudia.thorban@raum-fuer-pflanzen.de www.claudia-thorban.de
LITHO-SPHÄREN
Museum im Kleihues-Bau – Kornwestheim


Blicke in die Kornwestheimer Ausstellung 1   Blicke in die Kornwestheimer Ausstellung 2
Zwei Blicke in die Kornwestheimer Ausstellung

Hommage à Yvan Goll

Die Ausstellung gibt mit knapp 60 Unikatlithographien eine Einführung in das graphische Werk von Angelika Flaig – einer Künstlerin, die bis zum heutigen Zeitpunkt im Bewusstsein der kunstinteressierten Öffentlichkeit hauptsächlich über ihre Performance Art wahrgenommen wurde.

Die Themenkomplexe, welche das Schaffen von Flaig an sich binden, rekurrieren zum Großteil auf die conditio humana. Sie verraten ein zeitgenössisches Engagement mit literarischen Rückbezügen und fragender Zukunftsorientierung in Zeiten beschleunigter Technologieentwicklung: „Metamorphosen”, „Monolythische Monologe mit Hiob”, „Häutungen”, „Lichtgesänge” sind zu Kunst geronnene gedankliche Experimentierfelder mit Fragestellungen zu Chaos, Ordnung und menschlichem Schicksal, welche das Ergebnisoffene schon in sich bergen.

In einer hybriden Durchmischung von Ironie und Reflexion zitierten Flaigs fragmentarisch bleibende Gestalten mal Yvan Golls „flüchtigen Engel”, mal Walter Benjamins „Engel der Geschichte”, welcher als rückwärtsgewandter Mahner auf die in der Zukunft uns erwartenden verstörenden Erinnerungen hindeutet. In ihrer Zerrissenheit sind Hiobsköpfe und Engelstorsi, welche sich durch die vielschichtige Bildoberfläche mäandern, jenseits aller literarischen Anlehnung, letztendlich Chiffre für den orientierungssuchenden Menschen, den ihm innewohnenden Zwiespalt von Ich und Alter Ego, von Innen und Außen.

Eingebunden in die schichtengestaffelte Steindruckflächen – hier kraftvoll pastose „Schwarzareale”, dort filigranes Liniengeflecht, dazwischen durch Umdruck gesetzte Schattenreflexionen – überschreiten die mythischen Figuren ihr vordergründiges Gemaltsein und inszenieren ein „Geschehen” im Raum, das den Besucher beinahe gewaltsam mit der Metaphysik des Daseins und der Weltordnung konfrontiert.

Im Dialog mit der Architektur des Kleihues-Baues ergänzen die in der Ausstellung installierten Objekt-Szenarien die anspielungsreiche Präsentation, übernehmen in deren Sinnkontext die poetische Dimension.


Dauer
28. August bis 08. November 2009

Ort
Museen der Stadt Kornwestheim
Museum im Kleihues-Bau
Stuttgarter Straße 93
70806 Kornwestheim







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