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NACHTFRAGMENTE

HOMMAGE AN MORTON FELDMAN
late night performance

Uraufführung | Donnerstag 30.07.2026 um 22 Uhr |

Ort: Kunsthalle Oktogon Hitzacker
Am Landgraben 1 | 29456 Hitzacker (Elbe)
www.kunsthalle-oktogon.de


2026 jährt sich der Geburtstag von Morton Feldman zum 100. Mal. Zu
diesem Anlass erinnert das Festival „Sommerliche Konzerte Hitzacker“ am selben
Tag mit einem besonderen Programmpunkt an den einflussreichen Komponisten.
Bereits während seines Studiums an der Hochschule für Musik und Darstellende
Kunst Stuttgart begegnete der Komponist und Flötist Matthias Schneider‑Hollek
Feldmans Verlangsamungen und Klangbildern.
In „Nachtfragmente – Notationsräume“ integriert er Feldmans Ansätze in eine
subtile, raumspezifische Klangarchitektur und füllt damit die oktogonale Kunsthalle
der ehemaligen St. Maria Königin Kirche.

Angelika Flaigs Lithografien, die leuchtende Farbfelder in der Mitte des Oktogons
platzieren, heben aufkommende Fragen nach Vergänglichkeit und dem Empfinden
von Zeit hervor – ein Thema, das die Künstlerin seit Langem begleitet.
Insbesondere das Verhältnis von Chronos und Kairos der altgriechischen
Mythologie haben ihre Arbeiten nachhaltig geprägt.
Ausgehend von dieser Perspektive entsteht eine mehrkanalige Late Night
Performance im dicht verwobenen Dialog mit der Stimmperformerin Lili Christiane
Klann.

Die Sehnsucht des Achtecks nach dem Kreis wird dabei zum ausschlaggebenden
Impuls für ihre raumgreifenden Bewegungsabläufe, die sich sowohl visuell als auch
auditiv zeigen.

Seit 1989 verbinden sich Flaigs Arbeiten mit Schneider-Holleks Kompositionen und
Klanns performativer Praxis – unter anderem im Rahmen der Kulturhauptstadt
Kopenhagen 1996, in Durban, Südafrika, dem Papiermuseum Düren oder der
Universitätsbibliothek Basel.

Durch die interaktive Einbindung des Publikums wird dieses stets Teil der
Aufführung und so Teil der Grenzräume zwischen Realität und Fiktion in Klang,
Licht und Raum, die in der Performance erkundet werden.

 – Luise Klann 2026 –

Christiane Klann / Stimme, Bewegung
Angelika Flaig / Konzept, Raum, Textauswahl, Projektionen
Matthias Schneider-Hollek / Komposition, Flöte, Live-Elektronik

RESONANZ­RAUM­OKTOGON

Ausstellung: 19.07. – 16.08.2026 |
geöffnet: Mi, Sa, So, 15-17:30 Uhr

Angelika Flaig inszeniert mit ihren raumgreifenden Installationen und umlaufenden druckgrafischen – an Partituren erinnernde Zyklen – Räume im Raum.

Eigens dafür komponierte Stücke von Mathias Schneider-Hollek und Peter Schwieger sind mittels QR-Code abrufbar.

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Angelika Flaig bezieht die Architektur des ehemals sakralen Ritualraumes (jetzt das kunstdienende Oktogon) visuell, haptisch und musikalisch in den Mittelpunkt ihres Ausstellungskonzeptes ein.

Achtecke finden sich in koptischen Teppichen, die der Komponist Morton Feldmann so faszinierend fand und ihn zur Reflexion des Begriffs Zeit inspirierte, hörbar in seinen von ausgedehnter Langsamkeit sich räumlich entfaltenden Klangschichten. In der Frühzeit seines Schaffens griff er zu grafischen Mitteln, um seine Partituren zu fixieren. Am 30.7.2026 jährt sich sein 100. Geburtstag, Anlass für Angelika Flaig die umlaufenden Wände des Oktogons mit druckgrafischen Zyklen als Partituren im Raum zu inszenieren. Fotografisch festgehaltene Momente ihrer performativen Arbeit, digital auf Aludibond ausgedruckt, verweisen auf ihre intensive Beschäftigung mit der Zeit: Chronos und Kairos im Garten der Zeit. Messbarkeit und Moment sind Grunderfahrungen jeder künstlerischen Tätigkeit. QR-Codes mit zu einzelnen Zyklen von Peter Schwieger und Matthias Schneider komponierten Klängen erweitern das Raumerlebnis für Besucherinnen und Besucher, flanierend zwischen stählernen Stelen durch den Innenraum. Skulpturale Buchobjekte laden zum Blättern ein.

1950 in Schramberg im Schwarzwald geboren, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Kunst in der Altmark – anders sehen

Begehbares Kunstdepot

 

Ausstellungsdauer: 07. – 31.05.2026

 
Nachdem das Ausstellungsprojekt „Kunst in der Altmark . Anders Sehen“ vor fünf Jahren im Kunsthaus Salzwedel und im Anschluss in der Landesvertretung in Berlin in einer umfänglichen Werkschau präsentiert wurde, wird diese neu kuratiert in einem kleineren Rahmen gezeigt. (…)

FIGURGEN im Wechsel des Lichts

Angelika Flaig | RAUM + Peter Schwieger | KLANG

INSTALLATION im Kunstkubus la folie in Ostbevern

Ausstellungsdauer: 01.03. – 12.04.2026

Lesung mit Musik – grünlich –
Lyrik und Lautmalerei | Angelika Flaig
Trompete | Theofil Ratmann

 

Es begrüßt Sie Bernadette Lammerding. Anschließend
KUBUS eine Performance von und mit Angelika Flaig | Konzept + Aktion und Peter Schwieger | Komposition + live
Elektronik. 

Der Raumkörper des KunstKubus wird zum Klangkörper – Architektur wird Partitur.

Die tagsüber erdfarbene Rauminszenierung mit 4 Figurinen im KunstKubus La folie erscheint in der Nacht, von Zeitschaltuhren gesteuertem Schwarzlicht, in fluoriszierenden Farben: Licht, Raum und Landschaft entfalten einen poetischen Dialog.

Peter Schwiegers QR-Codes lassen die 4 Figurinen als die 4 Himmelsrichtungen hörbar werden.

IMMERGRÜN

Angelika Flaig

Senioren-Residenz Hasselbachtal | Walter-Flex-Weg 4 | 38446 Wolfsburg

Ausstellungsdauer: 12.02. – 27.04.2026

Lesung mit Musik – grünlich –
Lyrik und Lautmalerei | Angelika Flaig
Trompete | Theofil Ratmann

Es begrüßen Sie Tanja Krüger | Diakonie Wolfsburg und
Paola Massai | 2. Vorsitzende des Wolfsburger Kunstverein creARTE

carte blanche

Angelika Flaig | Peter Schwieger

Alvar Aalto-Kulturhaus Porschestr. 51 | 38440 Wolfsburg

Ausstellungsdauer: 8.10. – 5.11.2025

Zum Beginn der Ausstellung am Mittwoch, 8.10.2025 
wird Angelika Flaig um 12 Uhr vom Trompeter Teophil Ratmann begleitet.

Am Ende der Ausstellung am Mittwoch, 5.11.2025
findet um 12 Uhr ein Künstlergespräch statt mit Angelika Flaig, Florian Wonneberger | Stadt Wolfsburg, Silvestro Gurrieri | 1. Vorsitzender von Crearte
und Paola Massei | 2. Vorsitzende von Crearte

Programm:

Mit 4 Figurinen, Glas, Klang und Licht reagieren Angelika Flaig im Raum und Peter Schwieger mit Klang auf die Eleganz der Architektur von Alvar Aaltos Kulturhaus im Herzen der Stadt Wolfsburg in Sichtweite von Rathaus und Kunstmuseum und laden zum Verweilen ein.

Von Außen einseh-, aber nicht betretbar, entfaltet die tagsüber weiße Installation mit Papier nachts, getaucht in Schwarzlicht, eine poetische Wirkung barocker Opulenz.

Spiegelungen der umliegenden Architektur der Porschestraße und letztlich der eigenen Person in der Verglasung des Ausstellungsraumes machen die wechselseitige Durchdringung von Außen und Innen erfahrbar.

Die Verglasung des Raumes hin zur Porschestrasse dient Peter Schwieger als Träger für seine QR-Codes, um seine komponierten Klangebenen hörbar zu machen. Die Architektur dient ihm dabei als Partitur für seine 4 Stücke Dach, Fassade, Bibliothek und Keller. Kleine Soundtracks mit filmartigen Anleihen sind das Ergebnis.

CHRONOS & KAIROS

Angelika Flaig | Im Garten der Zeit | Szenografie in 3 Räumen

Kunstverein CREARTE im Schloß Wolfsburg, Schloßstraße 8 | 38448 Wolfsburg

Ausstellungsdauer: 30.08. – 12.10.2025

Öffnungszeiten:
Dienstag und Donnerstag – 14 – 17 Uhr | Sonntag 11 – 18 Uhr

Begleitprogramm

13.9.2025 // 14 – 16 Uhr
Drucken mit Angelika Flaig und Matthias Gaertig in der Grafikwerkstatt von Schloß Wolfsburg während des Drömlingsfestes „Die Spur der Pflanze – vom Druck zum Bild“.

13.9.2025 // 13 – 17 Uhr
MDR Dokumentation in Raum 3 von CREARTE:„Moor und mehr – der Drömling“ enthält Szenen der Performance „Ritualraum Natur“ von und mit Angelika Flaig.

28.9.2025 // 13 – 16 Uhr
Drucken mit Angelika Flaig in der Grafikwerkstatt von Schloß Wolfsburg „der Wolfsburger Stein“ und andere grafische Einblicke – Steindruck und Radierung.

Mein Dank geht an: Günther Graf v.d. Schulenburg-Wolfsburg Adelsarchiv Nordsteimke I Marcus Körber und das Team der Städtischen Galerie im Schloß Wolfsburg / Druckwerkstatt I Stephan Rosentreter, Burg Giebichenstein und Druckbar, Raum für Grafik, Halle Saale I Heinrich Herbrügger Agentur art-Ort Salzwedel I Michael Wackwitz, Steindruck, Dresden I Brattka, Metallbau Bösdorf I Giggel, Vorrichtungsbau, Bösdorf I Assistenz Manfred Rosenberger, Oebisfelde I Matthias Gaertig, Haldensleben und Guiliana Sternhagen Wolfsburg.

Download Faltblatt

HIOB

Angelika Flaig | Installation
Peter Schwieger | Komposition

KulturKirche St. Marien, Schloßstraße 15 | 38448 Wolfsburg

Ausstellungsdauer: 27.10. – 15.11.2024

Öffnungszeiten:
Sonntag – 27.10.2024 | 17 Uhr Vernissage
Sonntags geschlossen Montags geschlossen
Dienstags – 09.00 – 11.00 Uhr Mittwochs – 09.00 – 11.00 Uhr
Donnerstags geschlossen Freitags – 09.00 – 12.00 Uhr
Samstags geschlossen



Die KulturKirche Nordstadt Gemeinde zeigt in der Kirche St. Marien den Bilderzyklus HIOB von Angelika Flaig, vertont von Peter Schwieger.
Die Geschichte des HIOB zeigt, wie schnell das Leben jedes einzelnen Menschen durch unvorhersehbare Schicksalsschläge verändert und zerstört werden kann. Nur an einem einzigen Tag wird dem gottesfürchtigen Hiob eine „Hiobsbotschaft“ nach der anderen überbracht.
Seine Herden, seine wirtschaftliche Grundlage, werden geraubt. Seine Angestellten, die Knechte, werden getötet. Seine Kinder sterben. Am Ende wird er mit Krankheit geschlagen. Die bedrohlichen Ereignisse und Entwicklungen der Gegenwart wie Kriege und Pandemien oder Klimakatastrophen zeigen uns mehr denn je, wie fragil unser Leben ist.
So gewinnt die alttestamentarische Geschichte des HIOB leider eine besondere Aktualitat.
Mit den im Kirchenraum frei hängenden Bildbahnen und deren Ver-tonung, abrufbar über QR-Codes, lassen Angelika Flaig und Peter Schwieger die Leidensgeschichte des HIOB eindrucksvoll erahnen.

Landschaft verbindet | Fotografie, Grafik, Malerei

Eine Ausstellung von Angelika Flaig

VHS 2, Porschestraße 72, Wolfsburg

Ausstellungsdauer: 07.09. – 31.01.2025

Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag | 09.00 – 15.00 Uhr
Freitag | 09.00 – 13.00 Uhr

Der Drömling – UNESCO Biosphärenreservat – verbindet Niedersachsen mit Sachsen-Anhalt. 2023 filmte ein Team des MDR Angelika Flaig bei ihrer Performance. „Ritualraum Natur“ im Drömling.
Die ausgestellten Fotografien halten Momente dieser Aktion fest und verweisen auf die Verletzlichkeit von Mensch und Natur.
Mit ihren Gemälden reagiert Angelika Flaig farb- und formstark auf ihre Begegnung mit der einmaligen Moor-landschaft, dem Drömling.

MENSCHEN UND KRIEG – HIOB – FRIEDEN STIFTEN!

BRAND-SANIERUNG e.V. Novalisstraße 13 I 06667 Weißenfels

Ausstellungsdauer: 24.8.- 09.11.2024

Öffnungszeiten ab 13 Uhr zu den Veranstaltungen und nach telefonischer Vereinbarung unter 0178 4473097 ( Simon) / kontakt@brand-sanierung.de Schulklassen und Gruppen können sich gerne anmelden.

Niemand hätte gedacht, dass nach den beiden Weltkriegen mit ihren verheerenden Folgen wieder Krieg ein Thema mitten in Europa ist. Dabei haben die Menschen nach 1945 unglaubliche Anstrengungen aufgebracht und sich trotz geteilter Lager bemüht, die Friedensverhandlungen aufrecht zu erhalten. Eine lange, bis dahin in der Geschichte der Menschheit nie dagewesene Zeit des Friedens konnte geschaffen werden. 1991 aber brach der Balkankrieg über Europa herein und der Krieg in Palästina und in der Ukraine hält noch immer an.

Die Frage nach dem Ursprung von Gewalt und dem unfassbaren Ausmaß an Leid beschäftigt Menschen seit Jahrtausenden. Hiob ist dafür der Prototyp des leidenden Gerechten. Warum aber hält er trotz alledem an Gott fest? Die Brudermördererzählung von Kain und Abel gilt als erster Kriminalfall in der Menschheitsgeschichte. Sie bleibt eine Urgeschichte. Die Kunst hat den Auftrag, mit Worten und Bildern diesen Fragen nachzugehen, sie im aktuellen Kontext neu aufzugreifen und ins Bewusstsein zu rücken, der Wahrheit ein Gesicht zu geben.

Der Kriegsreporter, Fotokünstler und Journalist Knut Müller präsentiert großformatige Collagen, die als Bildpaarungen angelegt sind. Er zeigt Alltagsbewältigung und Überlebensstrategien von Menschen in Ausnahmesituationen, etwa während der Balkankriege von 1991 bis 2001 in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und im Kosovo, während der rumänischen Revolution 1989, sowie während des letzten Afghanistankonfliktes vor der Machtübernahme durch die Taliban und in den Stammesgebieten Pakistans. Die Arbeiten entstanden 2023 anlässlich des Themenjahres »Streitkultur und Zusammenhalt«. „Wie lange plagt ihr meine Seele und peinigt mich mit Worten?“, fragt Hiob seine Freunde, die mit ihm darüber diskutieren – wo denn die Ursache liegen könnte, dass er seine schweren lebensbedrohlichen Leiden erdulden muss. Verzweifelt ringen sie darum, die Wahrheit zu finden. Und sie sehen nur „richtig“ oder „falsch“ – „schwarz“ oder „weiß“. Die Suche nach der Wahrheit wird zur Qual für Hiob. Genauso ringen wir immer wieder um die Wahrheit – insbesondere dann, wenn überraschende Ereignisse den geregelten Alltag jäh unterbrechen und Schicksalsschläge uns aus der Bahn zu werfen drohen. Angelika Flaig hat in ihre großformatigen Schwarz-Weiß-Lithografien Textpassagen aus dem Buch Hiob integriert und stellt den Zyklus den Fotocollagen gegenüber.

Refugium Textil

Cordula Schneider // Angelika Flaig

Maschenmuseum Albstadt
Wasenstraße 10
72461 Albstadt

Ausstellungsdauer: 02.06. – 18.08.2024

Öffnungszeiten
Mi., Sa., So., Feiertage
14 –17 Uhr

Susanne Goebels Projekt-Titel „Refugium Textil“ setzte unmittelbar eine Kette von Assoziationen bei Cordula Schneider und mir frei.

Ich erinnerte mich an meine Kindheit und an mein Innehalten auf meinem Weg von und zur Schule vor dem für mich als absoluten Luxus wahrgenommen Orientteppich Geschäft. Hinter bodentiefen Fenstern lagen sich überlagernd und die Wände verbergend Teppiche mit faszinierenden Farben und rätselhaften Motiven. Dem Ausspruch von Edgar Allan Poe (1809-1848) – Die Seele des Raumes ist der Teppich – kann ich mich voll und ganz anschließen. Meinen Kindheitstraum von einem eigenen Teppich habe ich mir längst mehrfach erfüllt und erfreue mich an seinen im Wechsel des Tageslichtes changierenden Farben, mal diese oder jene Motivelemente hervorhebend.

Cordula Schneiders 2m lange Panoramen mit Motiven traditioneller Webereien, fotografiert auf ihren zahlreichen Reisen, haben mich inspirriert, mich der Paradies- und Gartensymbolik der Teppichkunst des Orients mit einer Rauminstallation zu widmen: „desert garden dialog – paradisische Fragmente“. Entlang der Seidenstraße fanden Orientteppiche ihre weltweite Verbreitung. Bis heute ist der Orientteppich Symbol für den kulturellen Dialog zwischen Orient und Okzident.

So wie Cordula Schneider in „florale Üppigkeit“ ihren Fokus auf Details legt, inspiriert von der Formensprache der Natur, lenke auch ich meinen Blick auf die ebenfalls von der Natur abgeleiteten, abstrahierten Pflanzen- und Tiermotive, gewobene oder geknüpfte Sinnfelder einer überzeitlichen Paradiesvorstellung. Diese Faszination ist nicht zuletzt auch der Material gewordenen Zeit geschuldet, die ein Teppich konserviert.

Zeitaufwendig ist auch die Gewinnung von Sisalfasern. Cordula Schneider dokumentiert in ihren beiden Fotos, gedruckt auf Alu-Dibond, die poetische Eleganz einzelner Stadien deren Fasergewinnung. Diese filigrane Ästhetik nehme ich auf in einer Art Denkmal „Sisalsaga“ – für eine Nutzpflanze, weiterverarbeitet zu Seilen und Matten, die für ihre besondere Strapazierfähigkeit bekannt sind. Ein nachwachsender Rohstoff in der Hand des Menschen.

Cordula Schneider und Angelika Flaig lassen die Besucher bei ihrem Rundgang durch die Ausstellung „Refugium Textil“ an ihrem raumgreifenden künstlerischen Dialog teilnehmen, einer Reise im Raum und der Zeit.

Kunst im Nordkopf Tower

Angelika Flaig

Stadtwerke Wolfsburg AG
Heßlinger Str. 1-5, 38440 Wolfsburg

Ausstellungsdauer: 10.04. – 08.05.2024

Öffnungszeiten:
Mo. 7-18 Uhr | Di. 7-17 Uhr | Mi. 7-17 Uhr | Do. 7-18 Uhr | Fr. 7-13 Uhr

RELATIONEN lautet der Titel der Ausstellung von Angelika Flaig. Mit ihren Glasarbeiten auf Stahl-Stelen nimmt sie Bezug zur Architektur des Nordkopf Towers der Stadtwerke Wolfsburg AG mit den bodentiefen Glaswänden seines Atriums.

Außen und Innen scheinen ineinander überzugehen. Überraschende Momente in sich ständig wechselnden Lichtverhältnissen vertiefen die Begegnung mit dem Phänomen Licht, gefiltert durch die Glasflächen von Angelika Flaig.

Die üblicherweise unsichtbaren Werkstoffe der Glasfasertechnik entfalten, verwendet für tragbare Objekte, eine unerwartete Poesie und somit Anlass für eine andere Art der Kommunikation.

Angelika Flaig lebt und arbeitet seit 2015 in Oebisfelde/Bösdorf, stammt aus Baden-Württemberg und studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Ihre Arbeiten umfassen Malerei, Grafik, Installation und Performance.

2017 erhielt sie den Kunstpreis für das Lebenswerk der Stiftung Sabine Hoffmann.
2022 im Landtag von Sachsen-Anhalt stand das Thema Wasser im Mittelpunkt.